Ease- off

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Sandra82
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Ease- off

Beitrag von Sandra82 » Mi Mai 01, 2013 3:38 pm

Hallo!

Erst mal einen schönen 1.Mai! Ich hab den Forumseintrag von Horst- Lee bereits gelesen, trotzdem habe auch ich eine Frage zum Ease- off.

Im Abschnitt über chronische Empfindlichkeit (Seite 191 im Buch Periphere Gelenke) ist zu lesen das ich das Auflösen mit einem Grad3- ausführe und dann langsam und gleichmäßig in einen schmerzfreien Grad3 übergehe.

Thomas hatte in seiner Antwort geschrieben das man es mit einem Grad2 macht. Wem glaube ich jetzt? :rolleyes: In unserem Kurs hat John keinen Grad als "Muss" erwähnt.

Wie kann ich mir die Wirkung der Technik erklären? Oder steh ich da jetzt auf dem Schlauch :confused:

Genießt den freien Tag! LG Sandra

Thomas Horre
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Ease Off

Beitrag von Thomas Horre » Do Mai 02, 2013 9:15 pm

Hallo Sandra,

es geht doch nicht um "Glauben". Also, Ease Off soll dazu dienen, evtl aufgetretene Schmerzen während einer Behandlung mit einem Grad III o. IV, zu beseitigen. Dazu wählst Du die gleiche Technik, reduziert auf einen Grad II. Solltest Du mit einem Grad III++ o. IV++ behandelt haben, geht natürlich auch ein Grad III-- als Ease Off. Entscheidend ist der Wiederbefund, u. zwar nicht nach dem Ease Off, sondern schon während Du es durchführst. Es sollte angenehm u. schmerzfrei sein.

Passt das erst mal so? Falls sich jemand Sorgen wegen der Zertifikatsprüfung machen sollte: Niemand wird wegen so einer Kleinigkeit durchfallen!!!!!

Schönen Abend noch, LG Thomas

Sandra82
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Beitrag von Sandra82 » Fr Mai 03, 2013 11:07 pm

Hallo Thomas!

Vielen Dank für deine Antwort! Gerade wenn man noch 'lernt' kommt man ins grübeln...:D
Und wenn man dann noch verschiedene Ausführungen zum Thema findet hakt man gern mal nach.

Kannst Du mir auch noch was zu den Wirkmechanismen des Auflösens sagen? Oder erkläre ich das nur über Schmerzweiterleitung/ Wahrnehmung? Du merkst...ich hänge gerade etwas :o

Ich wünsche Dir noch ein schönes Wochenende!

LG Sandra

Sebastian Löscher
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Beitrag von Sebastian Löscher » Do Mai 09, 2013 12:40 pm

Hallo Sandra,

Habe mal mitgelesen und hoffe das ich dir damit weiterhelfen kann ;)

Ein Beispiel für die möglichen Wirkmechanismen beim ease-off:

Du kennst bestimmt das "komische" Gefühl, wenn du dich eine gewisse Zeit mit der Handfläche auf einer Unterlage abgestützt hast (quasi in starker Dorsal-Extension) und deine Hand dann von der Unterlage lösen möchtest. Normalerweise schüttelt man seine Hand aus und gut is..

Wenn wir mit Patienten lange in eine Bewegungsrichtung gearbeitet haben und dabei Schmerz provoziert haben, stimulieren wir periphere afferente Nervenfasern, die ihre Informationen weiter an afferente Neurone im Rückenmark und ZNS schicken.

Da wir unsere Techniken in der Regel nicht nur 1-2 Sekunden sondern etwas länger (eventuell so lange wie der oben beschriebene Handstütz) ausführen, müsste unser sensorisches System die ganze Zeit ein unangenehmes Befinden weiterleiten. Da unser Körper aber in der Regel sehr ökonomisch denkt und handelt, schickt er diese Informationen über unsere langsamen Afferenzen die mit Mechano-Rezeptoren ausgerüstet sind. Du kennst sie entweder unter dem Namen Typ C oder Typ 4-Fasern.

Durch den ease-off oder das Ausschütteln der Hand bewirken wir eine Stimulation der schneller leitenden Fasern (neue Informationen sind immer wichtig und unser ZNS ist unmittelbar interessiert) und so überdeckt die neue Information die alte durch die C-Fasern. Das Zauberwort ist also einfach die Gate-Control-Theorie.

Vielleicht hilft dir das ja weiter

LG

Sebastian

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